H2O2 - Begasung

 

. Geräte-Konditionierung

Die Heizplatte zur Verdampfung des H2O2 wird auf die notwendige Temperatur vorgeheizt.

  • Temperatur: ca. 140°C
  • Zeitbedarf: 7 - 10 Min

2. Begasung

 

Durch die Injektion von perform select H2O2 auf die vorgeheizte Verdampferplatte wird Wasserstoffperoxid in die Gasphase überführt. Durch ein Ventilatorensystem wird der 60-70 °C heiße Dampf gleichmäßig im Raum verteilt, um den ganzflächigen Oberflächenkontakt sicherzustellen. Die Begasung erfolgt so lange, bis die Mikrokondensation auf allen Oberflächen eingetreten ist.

3. Einwirk- & Haltezeit

 

Ist die notwendige Sättigung von H2O2 in der Raumluft erreicht, beginnt die dargestellte Mikrokondensation auf den Oberflächen gefolgt von einer Einwirk- und Haltezeit. Hierbei bildet sich eine Schicht auf Molekularebene. Das Ergebnis ist die vollständige Benetzung aller Oberflächen mit Vernichtung der dort vorhandenen Keime.

Die Einwirk-/ Haltezeit wird überlicherweise so festgelegt, dass ein gewisses Sicherheitspolster enthalten ist.

  • Übliche Zeitspanne: 15 - 25 Minuten
  •  

 

4. Belüftung & Katalytischer Abbau

 

Nach Ablauf der Einwirkzeit wird das vorhandene H2O2 über einen Katalysator zu Wasser und Sauerstoff zerlegt. Diese Abbauphase ist der längste Einzelschritt. Über eine Zuschaltung Ihrer Lüftungsanlage und zusätzlichen Belüftungseinheiten kann der Prozess beschleunigt werden.

 

 

 

 

 

Durch den vollständigen Abbau von Wasserstoffperoxid zu Wasser und Sauerstoff am Ende des Prozesses ist die HPV-Technologie besonders umweltfreundlich und rückstandsfrei.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die HPV-Technologie zur Dekontamination ganzer Räume

 

HPV - Diese Abkürzung steht für Hydrogen Peroxide Vapour, übersetzt Wasserstoffperoxiddampf. Den Wirkstoff Wasserstoffperoxid zur Desinfektion von Oberflächen haben wir Ihnen bereits vorgestellt, auf dieser Seite möchten wir Ihnen nun die im SDS Prozess eingesetzte HPV-Technologie näher bringen.

 

Die HPV-Technologie ist ein effektives und umweltfreundliches Verfahren zur Dekontamination von Oberflächen mit hervorragender mikrobiologischer Wirksamkeit. Doch wie genau funktioniert dieses Verfahren?

Im ersten Schritt der Bio-Dekontamination wird mit Hilfe unserer H2O2-Dampf-Generatoren schlagartig Wasserstoffperoxid verdampf, indem es als flüssige Lösung (30-35 % H2O2) auf eine Heizplatte getropft wird. Durch das Auftreffen des Wasserstoffperoxids auf die über 100°C heiße Oberfläche wird die Flüssigkeit schlagartig gasförmig - der H2O2-Dampf entsteht:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach Entstehung des H2O2-Dampfes wird dieser mit Hilfe von Ventilatoren im gesamten Raum verteilt, die Steuerung und ständige Überwachung der Generatoren erfolgt dabei von außerhalb des Raumes.

 

Bei der Verteilung des Wasserstoffperoxids im Raum kommt es zu einer sogenannten Mikrokondensation: Zunächst erfolgt eine Abtötung von Keimen über den zufälligen Kontakt der
H2O2-Moleküle mit der Oberfläche (s. Bild "Mikrokondensation 1"). Nach einiger Zeit ist der Taupunkt des Dampfes erreicht,  die Moleküle beginnen auf den Oberflächen zu kondensieren. Dies ist im zweiten Bild (Mikrokondensation 2) dargestellt. Diese Ablagerung der Wasserstoffperoxid-Moleküle auf der Oberfläche wird Mikrokondensation genannt.

 

Ab einer gewissen Konzentration an H2O2 in der Raumluft tritt die Sättigung ein. An diesem Punkt ist die gesamte Oberfläche von Wasserstoffperoxid-Molekülen überzogen, wie es in Bild 3 der Fall ist. Somit kommt es zum direkten und ganzflächigen Kontakt von H2O2 mit der Oberfläche und ermöglicht dadurch eine schnelle und sehr effektive Wirksamkeit.

 

 

 

 

 

Mikrokondensation 1

Mikrokondensation 2

Mikrokondensation 3

Mikrokondensation 2

 

Die nachfolgende Abbildung soll Ihnen den Zusammenhang der Schichtdicke des kondensierten H2O2 auf der Oberfläche und der Anzahl der Keime verdeutlichen. Es ist deutlich zu erkennen, dass ab dem Erreichen des Taupunktes und damit dem Einsetzen der Mikrokondensation die Anzahl der Keime schlagartig abnimmt. Die schnelle Abtötung setzt ein.

Die Serviceleistungen auf einem Blick:

 

  • Vorabprüfung der Machbarkeit
  • Begehung vor Ort
  • Sicherheitsbelehrung und Arbeitsschutz
  • Durchführungen der notwendigen Vorbereitungsmaßnahmen
  • Bereitstellung des benötigten Equipments
  • Gerätepositionierung und Dekontaminiationsdurchführung durch unsere erfahrenen Techniker
  • Abbau der Geräte und Bioindikatoren
  • Untersuchung der Bioindikatoren inkl. Zwischenbericht
  • GMP-gerechte Dokumenation und Auswertung
  • Erstellung eines ausführlichen Abschlussberichts

 

 

H2O2 - Wasserstoffperoxid als optimales Desinfektionsmittel

 

Wasserstoffperoxid, kurz H2O2, ist eine chemische Verbindung bestehend aus Wasserstoff und Sauerstoff. Die Flüssigkeit ich hochwirksam in der Vernichtung von Keimen (inkl. Sporen) und ist damit ein hervorragendes Biozid. Als Desinfektionsmittel wird Wasserstoffperoxid neben der Raumdekontaminierung in verdünnten Lösungen auch in den Bereichen der Lebensmittelindustrie und der Haushaltsdesinfektion eingesetzt, beispielsweise als Mundspülung, Händedesinfektion in Krankheitsfällen oder zur Entkeimung und Sterilisation von Verpackungen.

 

Neben der hohen Wirksamkeit liegt der Vorteil des H2O2 als Desinfektionsmittel in seiner Rückstrandsfreiheit und Umweltfreundlichkeit. Diese werden durch den katalytischen Abbau des Wasserstoffperoxids zu Wasser und Sauerstoff erreicht. Der Prozess ist in der nebenstehenden Abbildung dargestellt.

 

Auf Grund der katalytischen Zersetzung des H2O2 und der guten Materialverträglichkeit eignet sich Wasserstoffperoxid somit hervorragend zur Desinfektion empflindlicher Geräte und Inventar.

 

Die Merkmale von H2O2  zusammengefasst:

 

  • stabil bis zu 420 °C
  • nicht karzinogen
  • erfordert keine spezielle Konditionierung der Raumluft
  • umweltfreundlich
  • Verbindung aus Wasser und Sauerstoff, in die es durch katalytischen Abbau zerfällt

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